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Angst hat viele Ursachen



Je nach Lehrmeinung gibt es mehrere Theorien, wie Angststörungen entstehen. Fest steht, dass die genetische Veranlagung Einfluss hat. Erfahrungen, Medikamente, Drogen und körperliche Erkrankungen, besonders der Schilddrüse, können Angst begünstigen.

Frau hat Angst © Thinkstock

Angst als Krankheit macht sich oft in der Pubertät bemerkbar

Aus Untersuchungen weiß man, dass sich die meisten Angsterkrankungen erstmals in der Pubertät und im frühen Erwachsenenalter bemerkbar machen: Durch Lernen und Erfahrungen entwickelt sich nach und nach unsere Persönlichkeit. Die Gene liefern „nur“ die biologische Grundlage für unser späteres Verhalten. Erlebnisse in der frühen Kindheit können Angst verursachen.

Kinder lernen durch Kopieren – auch übertriebene Angst

Laut Lerntheorie kopieren Kinder das ängstliche Verhalten der Eltern und „lernen“ so, vor Situationen Angst zu haben, die eigentlich ungefährlich sind. Ein Beispiel: Überbehütende Eltern schränken ihre Kinder oft in ihrem Bewegungs- und Entdeckungsdrang ein, beim Laufen, Klettern oder Erforschen der Umwelt. Als Erwachsene werden diese Kinder später wahrscheinlich mehr Angst haben als andere.

Krank vor Angst durch Medikamente

Medikamente können Nebenwirkungen haben, die Angst begünstigen. So wurden zum Beispiel einer Studie zufolge bei der Einnahme der „Abnehm-Pille“ Rimonabant Angstgefühle als schwere psychische Nebenwirkung beobachtet. Angstzustände und Panikattacken durch das Malaria-Mittel Mefloquin machten vor einigen Jahren Schlagzeilen. Auch starke Schmerzmittel können Angst verstärkend wirken, zum Beispiel Opiate.

Drogen machen Angst – die Schattenseite des Rauschs

Die Liste der Angst begünstigenden Drogen ist lang: Alkohol, Cannabis, Halluzinogene, „magische Pilze“, synthetische oder natürliche Drogen – Angst als psychische Störung ist oft nicht die einzige Schattenseite des Rauschs.

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