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descriptionEllbogen mit Schuppenflechte
Bei Schuppenflechte sind die Ursachen teils genetisch, teils durch äußere Faktoren beeinflusst. Die meisten Betroffenen müssen immer mit der Krankheit leben.
descriptionHaut mit Schuppenflechte
Die Haut verdickt und schuppt sich, manchmal sind auch Nägel und Gelenke betroffen. Die Ursache ist eine beschleunigte Teilung der Oberhautzellen.
descriptionHände eincremen
Die Therapie soll die Überproduktion der Haut drosseln und die Entzündung bremsen. Das gelingt mit Salben, Medikamenten, Bädern und Lichttherapie.
descriptionFrau nimmt Tablette
Neue Medikamente geben Hoffnung für schwere Fälle: Biologika greifen direkt in das körperliche Geschehen ein und hemmen die überaktiven Immunzellen.
descriptionFinger mit Creme
Haut mit Schuppenflechte braucht intensive Pflege mit ausgesuchten Produkten. Vitamine, Omega-3-Fettsäuren und Zink beruhigen die Haut von innen.
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Schuppenflechte – hyperaktive Hautzellen

Die Ursache der chronischen Hauterkrankung ist noch nicht vollständig bekannt – zum Teil ist die Schuppenflechte aber erblich bedingt. Als Auslöser kommen unterschiedliche Faktoren infrage: äußerliche, wie etwa allergene Stoffe, aber auch innerliche, wie Stress oder Medikamente.

Im Überblick



Ursache und Vorkommen

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine nicht ansteckende Haut- und Systemerkrankung. Ihr Ursprung hat eine erbliche Komponente. Wahrscheinlich spielen aber noch viele weitere Faktoren bei der Entstehung eine Rolle. In Deutschland leiden etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung an Psoriasis. Jeder fünfte Patient mit Schuppenflechte hat zusätzlich Gelenkbeschwerden. Die chronische Erkrankung tritt unabhängig von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit auf. Eine Verhornungsstörung ist Ursache der typischen Haut- oder Nagelveränderungen bei Schuppenflechte: Die Oberhaut erneuert sich binnen weniger Tage, Zellen teilen sich rasend schnell, als Folge schuppt und verdickt sich die Haut.
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Die Rolle der Gene

Schuppenflechte ist zu einem Teil erblich bedingt: So hat die Zwillingsforschung ergeben, dass das Risiko, an Schuppenflechte zu erkranken, für einen Zwilling bei 66 Prozent liegt, wenn sein Geschwisterteil diese Krankheit bereits hat.

Jedoch gibt es noch weitere Faktoren, die an der Entstehung von Psoriasis beteiligt sind. Auslöser sind beispielsweise physische oder psychische Belastungen (wie eine Krankheit, eine Operation oder der Tod eines Angehörigen). Bei Frauen kann auch die hormonelle Veränderung in der Schwangerschaft einen Ausbruch nach sich ziehen. Oft bricht die Schuppenflechte das erste Mal in der Pubertät aus, was ebenfalls für einen Einfluss der Hormone spricht.
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Typische Auslöser für Schuppenflechte

Die Gene sind vor allem bei den schweren Formen der Psoriasis (Psoriasis guttata) mit frühem Krankheitsbeginn (vor dem 25. Lebensjahr) entscheidend. Die meisten Betroffenen leiden aber an einer milden Form der Psoriasis. Diese leichteren Formen treten meistens zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahrzehnt auf und sind zu einem geringeren Grad erblich bedingt (Typ I). Auch zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr kann die Erkrankung erstmals auftreten (Typ II). 

Die Erbanlage reicht allerdings meist nicht aus, um die Krankheit aufflammen zu lassen. Bestimmte Einflussfaktoren, die längst nicht alle bekannt sind, können die Psoriasis zum Ausbruch bringen: Dazu zählen
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Vorgänge im Körper

Man geht davon aus, dass es sich bei der Schuppenflechte um eine komplizierte Immunreaktion handelt. Eine wichtige Rolle spielen bestimmte Zellen in der Haut, wie T-Lymphozyten und Makrophagen, sowie einige Signalstoffe, wie der Tumornekrosefaktor alpha. Zusammen sind sie alle in einem komplizierten Netz von Signalwegen verflochten, was die Haut mit einer Entzündung reagieren und dabei die Hautzellen ihre Teilungsrate steigern lässt. Das führt zu den typischen Hauterscheinungen der Schuppenflechte: Bereits nach einigen Tagen verdickt und schuppt sich die Haut.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Schuppenflechte auch durch Infektionen ausgelöst werden kann. Nach Infektionen mit Streptokokken, wie bei Mittelohrentzündung oder eitriger Angina, kommt es oft zu einem Schub. Auch andere Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze können zu Schüben führen.
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Sonne
© iStockphoto
Bei reichlich Sonne verbessert sich der Hautzustand vieler Psoriasis-Patienten. Die UV-Strahlen können eine Schuppenflechte aber auch auslösen – ebenso wie eine Hautverletzung oder Substanzen, die Allergien verursachen.
Grafik: Hautschichten
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Die Zellen der Oberhaut (oberhalb der breiten hellgrün gekennzeichneten Hautschicht) teilen sich schneller als normal. Das führt zur typischen Schuppenbildung.